Gustav Kiesel

Buchdruckergehilfe. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1907    † 1943

 

Herkunft, Beruf

Gustav Kiesel wurde am 9.2.1907 in Wien geboren. Er arbeitete als Buchdruckergehilfe.

Mitglied einer kommunistischen Widerstandsgruppe, Leiter der KPÖ-Ottakring

Gustav Kiesel war Funktionär der illegalen KPÖ und Mitglied der kommunistischen Widerstandsgruppe in der Österreichischen Staatsdruckerei. 1939/40 wurde er Leiter der KPÖ-Ottakring.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 27. 1. 1941 wurde Gustav Kiesel verhaftet, und am 12. 11. 1942 gemeinsam mit F. Künzl (hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 15.2.1943 wurde er hingerichtet.

Aus dem Urteil

„Ende 1939 wurde Kiesel von dem früheren kommunistischen Bezirksrat Antl (…) aufgefordert, in der im Bezirk Ottakring in Wien bestehenden kommunistischen Organisation mitzuarbeiten. Nach längerem Zögern erklärte er sich dazu mit dem Vorbehalt bereit, dass er sich wohl an einer Unterstützungsaktion zugunsten der Angehörigen politischer Häftlinge beteiligen, nicht aber in der KPÖ betätigen wolle. Er nahm in der Folgezeit an zahllosen Zusammenkünften mit illegal tätigen Personen, so mit Plotnarek, ’Seppl‘, ’Karl‘, [Karl] Woinar, Tuma, Herbrich, Sturm, Leopold Tomasek und Kohlitz teil.“

Gedenktafel

Sein Name steht auf der 1963 enthüllten Gedenktafel in der Österreichischen Staatsdruckerei (jetzt: Wien 23, Tenschertgasse 7).

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


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